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Was sind TPEs?


Kurz zusammengefasst: TPEs bilden eine Gruppe von gummiartigen Werkstoffen, welche die Eigenschaften von Gummi mit der Wiederverwertbarkeit und den hervorragenden Verarbeitungseigenschaften von Thermoplasten verbinden.

Durch das Einwirken von Hitze und Schwerkraft werden TPEs fließfähig und gewinnen ihre ursprüngliche Struktur und Stabilität wieder, wenn sie abgekühlt sind. Im Gegensatz zu Kautschukarten, die eine chemische Vernetzung aufweisen, zeigen TPEs eine rein physikalische Vernetzung (TPV ausgenommen). Diese kann durch Temperatureinwirkung wieder gelöst werden. Alle TPEs können daher wie Thermoplaste verarbeitet, Produktionsabfälle und Altprodukte Recycling-Prozessen zugeführt werden.

TPEs weisen eine ähnliche Elastizität auf wie vernetzter Gummi. Die Härtegrade werden nach der „Shore-Härte-Skala“ bestimmt. Unsere TPEs sind in einem Spektrum von ultraweichen, gel-ähnlichen Werkstoffen (von 0 Shore A) bis hin zu steiferen Materialien (bis 65 Shore D) und dazwischen in jeder nur denkbaren Variante erhältlich. Diese Gestaltungsbandbreite, die hohe Leistungsfähigkeit und die leichte Verarbeitbarkeit haben dazu geführt, dass Produktentwickler mehr und mehr TPEs einsetzen. So werden sie mittlerweile für eine ganze Reihe von Anwendungen in der Automobil-, Medizin- und Baubranche, in der Elektrogeräte- und Verpackungsindustrie genutzt. Parallel dazu werden ständig neue TPEs für neue Anwendungen entwickelt.

TPEs lassen sich anhand von sechs generischen Klassen unterscheiden:

  1. Styrol-Block-Copolymere (TPEs oder TPS-Compounds, die auf SBS bzw. SEBS basieren)
  2. Polyolefinmischungen (TPE-O oder TPO)
  3. teilvernetzte TPE (TPE-V oder TPV)
  4. Thermoplastische Polyurethane (TPE-U oder TPU)
  5. Thermoplastische Copolyester (TPE-E oder TPC)
  6. Thermoplastische Polyamide (TPE-A oder TPA)

Polymerstammbaum

Härtegrade von Polymeren